Anstand und Fairness

Leserbrief vom 25. Oktober 2013

«Er bedient sich der Stimmungsmache», TZ-Ausgabe vom 24.10.13

Die Frauenfelder Lohninitiative des Bundes der Steuerzahler (BDS) und der Gruppierung Menschen für Frauenfeld (MproF) hat eine Welle von Leserbriefen und Artikeln ausgelöst. In all diesen Voten ist immer wieder von Anstand und Fairness die Rede.

Ich frage den Gemeinderat von 2007 und den Präsidenten der Geschäftsprüfungskommission (GPK), Matthias Hotz: Wie stand es damals mit Anstand und Fairness? Als die Löhne des Stadtrates willkürlich, nur aufgrund von dessen Angaben, um 25% angehoben wurden? Gleichzeitig aber kürzte der Gemeinderat die Löhne zahlreicher Stadtangestellter im Rahmen einer Besoldungsrevision zum Teil massiv.

GPK-Präsident war damals wie heute Matthias Hotz. Er wehrte sich gegen eine breit abgestützte Spezialkommission, weil sein Einfluss in diesem Gremium viel kleiner gewesen wäre. Stattdessen wird den Stimmberechtigten unter der Führung von Matthias Hotz ein Gegenvorschlag präsentiert, der uns alle für dumm verkaufen will.

Herr Hotz, ich fordere Sie auf, dass Sie als GPK-Präsident endlich zurückzutreten! Gemäss Gegenvorschlag werden die Löhne des Stadtrates und des Stadtammanns nur minimal gekürzt. Das ungerechtfertigte Lohngeschenk aus dem Jahr 2007 wird nicht rückgängig gemacht.

Ich hoffe sehr, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die „Augenwischerei“ des Gegenvorschlags durchschauen, JA zur Initiative sagen und  bei der Stichfrage die Initiative ankreuzen.

Walter Holtze, 8500 Frauenfeld