In eigener Sache

Stellungnahme vom 27. März 2011

Mein früherer Arbeitskollege Hans Brunschweiler, ehemaliger Leiter des städtischen Präsidialamtes, greift mich in seinem Leserbrief, den die «Thurgauer Zeitung» am 24. März 2011 veröffentlicht hat, massiv und sogar persönlichkeitsverletzend an. Mit diesem gezielten Schuss unter die Gürtellinie versucht unsere Gegnerschaft mit allen – auch unfairen Mitteln – zu verhindern, dass die Gruppe «Menschen für Frauenfeld» bei den Gemeinderatswahlen vom kommenden Wochenende mindestens einen Sitz holt.

Vergleichsweise harmlos ist dabei Brunschweilers unwahre Behauptung, dass für mich ein neues Büro mit Stehschreib-Pult für 15'000 Franken eingerichtet werden musste, als ich in die Stadtverwaltung eintrat. Ich trat meine Stelle im Januar 1992 an. Ein Steh-Schreibpult für rund 6000 Franken erhielt ich im April 2003 aus gesundheitlichen Gründen.

Von den Anspielungen meines früheren Arbeitskollegen auf meine gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die auf einen unverschuldeten Velounfall zurückzuführen sind, distanziere ich mich in aller Form. Hans Brunschweiler will mit seinem Vergleich, dass ein anderer Mitarbeiter, «der unter Symptomen einer ähnlichen Krankheit litt» und «in guten Phasen Aufgaben wahrnehmen konnte», den Eindruck erwecken, ich sei arbeitsscheu und hätte der Stadt deshalb geschadet.

Ich stelle fest:

  1. Hans Brunschweiler vergleicht in unzulässiger Weise zwei Fälle, die nichts miteinander zu tun haben und in ihrer ganzen Entwicklung nicht miteinander vergleichbar sind.
  2. Ich war unfallbedingt 720 Tage krankgeschrieben und in den letzten beiden Jahren meiner Anstellung bei der Stadt Frauenfeld wegen der Spätfolgen des Velounfalls gar nicht mehr in der Lage, meine Arbeit als Informationschef auszuführen. Das wird so in meinem Arbeitszeugnis bestätigt.
  3. Mein Arbeitszeugnis hält im Übrigen fest, dass ich meine Leistungen «stets zur vollsten Zufriedenheit» des Arbeitgebers erbracht habe und weist auch darauf hin, dass ich nach dem Unfall vom 2. Juli 2004 nach mehreren Operationen und Rehabilitationen immer wieder arbeitsfähig war, bis mich die Spätfolgen des Unfalls zur Aufgabe dieser Kaderstelle zwangen.

Unsere Gruppierung «Menschen für Frauenfeld» (MproF) legt Wert auf einen fairen Wahlkampf. Wir kämpfen sachpolitisch mit harten Bandagen und legen den Stimmberechtigten ein klares 10-Punkte-Programm vor, zielen aber nicht auf einzelne Personen mit ihren menschlichen Schwächen.

Die Diffamierungen meines früheren Arbeitskollegen Hans Brunschweiler, mit dem ich mich während vielen Jahren täglich in gutem Einvernehmen zum Wohl der Stadt eingesetzt habe, haben mich persönlich getroffen und der Liste 4 MproF geschadet. Ich behalte mir rechtliche Schritte gegen Hans Brunschweiler vor, aber auch gegen die «Thurgauer Zeitung», die den Leserbrief in dieser persönlichkeitsverletzenden Art nie hätte publizieren dürfen.

Fredi Marty, Verantwortlicher der Liste 4 MproF